Personen

Gründerin

Sabine Rachl
Studium der Fächer Germanistik,
Kath. Theologie und Philosophie in Münster
(Lehramt Sek. I und II)

1994-1996Referendariat und erste Erfahrungen in Krefeld und Duisburg.

1997-1999 Bundesprogrammlehrkraft für Deutsch als Fremdsprache in Chosica/Lima, Peru; während des Aufenthalts einige intensive Todeserfahrungen unter Schülern und Kennenlernen verschiedener Begleitungs- und Abschiedsformen (Erstellen von Lebensbüchern, Erfinden von Lebensliedern, musikalische Sterbebegleitung, musikalische Trauermeditationen, Friedhofsfeiern, Erinnerungsfeiern zu Jahrgedächtnissen etc.)

1999-2004 Lehrerin für Deutsch und Kath. Religionslehre an der Sophie-Scholl-Gesamtschule Remscheid. Hier 2002 Tod einer Kollegin; Kollegium erstellt ein Trauerbuch mit Briefen an die Familie. Der Witwer, Christian Schulz, antwortet auf meinen Brief, es entsteht eine intensive Brieffreundschaft. Wir lernen uns kennen und verlieben uns. Die ersten zwei Jahre: Hineinwachsen in eine Familie, die einen schweren Verlust erlitten hat. Lieben in Zeiten der Trauer. 2004 Heirat.

2004 – 2007 Abgeordnete Lehrkraft am Seminar für Deutsche Sprache und Literatur II der Universität zu Köln mit den Schwerpunkten Sprachdidaktik und Sprachförderung. D.H auch beruflich näher nach Köln, um gleichzeitig zum Beruf auch Stiefmutter sein zu können.

2002 – 2006 Konzeptionelle Planung, Investorengewinnung und Gründung der Internationalen Friedensschule Köln (staatlich anerkannte bilinguale Grundschule, staatlich anerkanntes bilinguales Gymnasium, staatlich anerkannte Ergänzungsschule) gemeinsam mit meinem Mann, ab Herbst 2006 auch gemeinsam mit dem Ehepaar Sonja Guentner und Günther Ginzel – und natürlich mit Hilfe vieler engagierter in ihrer Freizeit Lehrpläne schreibender Kolleginnen und Kollegen.

Ab 2007 Geschäftsführung und Schulleitung aller drei Schulzweige. Die Schule geht 2007 mit 40 Schülern und 10 Mitarbeitern an den Start und wächst bis 2011 auf 400 Schüler und über 100 Mitarbeiter. Im August 2008 wechselt mein Mann seinen Beruf aus der IT-Leitung eines weltweit agierenden Chemiekonzerns in die Verwaltungsleitung unserer Schule. Im März 2009 erhält er die Diagnose „Glioblastom“ (schnell fortschreitender mit heute bekannten Mitteln nicht aufhaltbarer Hirntumor). Im Februar 2010 stirbt er bei uns zu Hause. Ich kehre nach einem halben Jahr Begleitungszeit, in dem ich viel von zu Hause aus arbeiten konnte, im März 2010 in meinen Funktionen an die Schule zurück.

Dezember 2011 Verkauf meiner Gesellschaftsanteile an den Gebäudeinvestor und Februar 2012 Ausstieg aus allen Funktionen an der Schule.

Januar/Februar 2012 Gründung der SIENTO-Stiftung gemeinnützige GmbH und Anmietung des Hauses in der Wendelinstraße

Aufgaben: ehrenamtliche Geschäftsführung, Kontaktherstellung und Marketing, Aufbau des Unterstützerkreises